Kindern Taschengeld zu geben ist ein wichtiger Schritt, um ihre finanzielle Kompetenz und ihr Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Es gibt ihnen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Umgang mit Geld zu sammeln, Entscheidungen zu treffen und den Wert von Geld zu verstehen. Dieser Artikel beleuchtet den richtigen Zeitpunkt, die passende Höhe und die Gründe für Taschengeld — mit besonderem Blick auf die Praxis in Deutschland.

Ab wann Taschengeld sinnvoll ist

Finanzexpert:innen empfehlen, bereits im Alter von fünf oder sechs Jahren mit einem kleinen Taschengeld zu beginnen. In diesem Entwicklungsstadium beginnen Kinder, grundlegende Konzepte von Geld zu verstehen. Ein früher Start ermöglicht es Kindern, Budgetieren, Sparen und Ausgeben in einem kontrollierten Rahmen zu lernen. Mit zunehmendem Alter können die finanziellen Lektionen komplexer werden, passend zur kognitiven und emotionalen Entwicklung des Kindes.

Wie hoch sollte das Taschengeld sein

Die Höhe des Taschengelds hängt von Faktoren wie dem Alter des Kindes, der finanziellen Situation der Familie und kulturellen Normen ab. Als Orientierung gilt oft ein wöchentlicher Betrag von etwa 1 bis 2 Euro pro Lebensjahr. Ein 10-jähriges Kind würde demnach zwischen 10 und 20 Euro pro Woche erhalten. So wächst das Taschengeld mit dem Kind und seinen finanziellen Bedürfnissen mit.

Taschengeld in Deutschland: Die offizielle Empfehlung

In Deutschland orientieren sich viele Eltern und auch Jugendämter an der Empfehlung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) — dem führenden Forschungsinstitut für Kinder- und Jugendfragen in Deutschland:

  • unter 6 Jahren: 1–2 € pro Woche
  • 6–9 Jahre: 2–4 € pro Woche
  • 10–11 Jahre: 20–25 € pro Monat
  • 12–14 Jahre: 25–40 € pro Monat
  • 15–16 Jahre: 40–60 € pro Monat
  • 17–18 Jahre: 60–75 € pro Monat

Laut DJI kommt es weniger auf die genaue Höhe an — entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche das Geld regelmäßig, unaufgefordert und unabhängig von ihrem Verhalten erhalten, damit sie frei darüber verfügen können. Für jüngere Kinder empfiehlt sich eine wöchentliche Auszahlung, damit der Überblick leichter fällt; bei älteren Kindern lohnt sich der Wechsel zu einer monatlichen Auszahlung, um langfristiges Planen zu üben.

Wie viel Taschengeld passt zum Alter?

Gib das Alter deines Kindes und das Land ein, um eine Empfehlung zu sehen.

Deutschland: offizielle Empfehlung des Deutschen Jugendinstituts (DJI). USA: gängige Faustregel von 1-2 $/Woche pro Lebensjahr.

Der Sinn hinter dem Taschengeld

Taschengeld erfüllt mehrere entwicklungspsychologische Zwecke:

  • Finanzielle Kompetenz: Kinder lernen, Geld für unterschiedliche Zwecke einzuteilen — etwa Sparen für ein Spielzeug oder Spenden für einen guten Zweck — und entwickeln so ein Gefühl für Prioritäten.
  • Verantwortung und Selbstständigkeit: Der eigenständige Umgang mit Geld lehrt Kinder, Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen zu tragen.
  • Aufschub der Bedürfnisbefriedigung: Auf einen größeren Kauf zu sparen hilft Kindern, Geduld und Planung statt sofortiger Befriedigung zu lernen.

Eine Studie von Furnham (1999) bestätigt das: Kinder, die regelmäßig Taschengeld erhielten, zeigten ein stärker ausgeprägtes Sparverhalten und ein höheres finanzielles Bewusstsein als Kinder ohne regelmäßiges Taschengeld.

Taschengeld und Hausarbeit kombinieren

Ob Taschengeld an Hausarbeit gekoppelt werden sollte, ist unter Eltern und Pädagog:innen umstritten. Manche argumentieren, dass Hausarbeit ohne finanziellen Anreiz erledigt werden sollte, um ein Gefühl familiärer Verantwortung zu vermitteln. Andere sehen darin eine Gelegenheit, Kindern den Zusammenhang zwischen Arbeit und Verdienst zu zeigen. Ein ausgewogener Ansatz: grundlegende, unbezahlte Aufgaben als selbstverständlichen Teil des Familienlebens behandeln, und zusätzliche Aufgaben gegen zusätzliches Geld anbieten.

Fazit

Taschengeld einzuführen ist mehr als eine finanzielle Transaktion — es ist ein pädagogisches Werkzeug, das Kinder auf finanzielle Selbstständigkeit vorbereitet. Mit dem richtigen Startalter, angemessenen Beträgen und klaren Erwartungen können Eltern ihre Kinder auf dem Weg zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld begleiten. Die deutsche Praxis mit ihrer klaren Orientierung an der DJI-Tabelle zeigt, wie ein strukturierter Ansatz aussehen kann.

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Quellen

Mit KI-Unterstützung geschrieben, von unserem Team geprüft.